Fortbildung rituelle Gewalt
 
   


Traumafolgestörungen und Konditionierung und Programmierung von Kindern in Kulten
Die Fortbildung setzt sich aus zwei Teilen zusammen: aus grundlegenden Informationen zu Trauma und Dissoziation im ersten Teil und im zweiten Teil aus Informationen zum Umgang von Kulten mit ihren Kindern, die von klein auf konditioniert und programmiert werden. Theoretische Informationen werden zusätzlich über ein oder zwei Rollenspiele nachvollziehbar.
Umgang mit Flashbacks und dissoziativen Reaktionen
Über zusammengefasste grundlegende Informationen und Wirkmechanismen von traumatisierenden Erfahrungen werden deren Auswirkungen im Zusammenhang mit möglichen Folgestörungen Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), dissoziative Störungen (DESNOS) und Dissoziative Identitätsstörung (DIS) dargestellt.
Die zunächst vorhandene fehlende Einfluss- und Kontrollmöglichkeit betroffener Menschen über ihre eigenen Reaktionen wird erkennbar und verständlich. Parallel dazu zeigen sich die besonderen Fähigkeiten und Ressourcen, die durch komplexe und andauernde traumatisierende Erfahrungen notgedrungen entwickelt werden müssen und die nach einer ausreichenden Traumabearbeitung für eine selbstbestimmte Lebensgestaltung eingesetzt werden können. Mögliche Umgangsformen mit Flashbacks und dissoziativen Reaktionen bis hin zu auftretenden Wechseln ausgeprägter Persönlichkeiten bei einer DIS werden vorgestellt. Stabilisierende Maßnahmen können vorübergehend hilfreich sein und zunächst unbeeinflussbare Reaktionen ins Traumagedächtnis zurückdrängen. Letztlich stabilisiert aber nur eine erfolgreiche Verarbeitung einer traumatischen Lebensgeschichte über die Bearbeitung der Traumata selbst.
Die im Rahmen gezielter traumatisierender Erfahrungen in Gruppen organisierter Ritueller Gewalt entstandenen inneren Systeme mit verschiedenen Persönlichkeiten sind anders strukturiert als innere Systeme von Persönlichkeiten, die unter gesellschaftsüblichen schwierigen Lebensbedingungen in Kindheit und Jugend aufgrund wiederkehrender Traumatisierungen entstehen. Kontakt und Kommunikation gestalten sich unterschiedlich sowohl für stabilisierende Interventionen als auch für Interaktionen, in denen Veränderungen erzielt werden können.


Konditionierung und Programmierung der Nachfolgegenerationen in Kulten

Kulte konditionieren und programmieren ihre eigenen Kinder vom Babyalter an und erzeugen gezielt Dissoziationen und über chronische Extremtraumatisierungen mit der Zeit ein Innensystem von Persönlichkeiten in unterschiedlichem Alter, auf einem unterschiedlichen Entwicklungsstand und mit verschiedenen Aufgaben, die den Interessen der Täter dienen sowie lebenslange Loyalität und Gehorsam sichern sollen.
Kleine Kinder werden in gezielt hergestellten traumatisierenden Situationen konditioniert. Konditionierungen höherer Ordnung werden aneinandergesetzt (Programme), so dass die Täter komplexe Handlungsmuster mit Signalreizen abrufen können. Die parallel dabei entstehenden Dissoziativen Identitätsstrukturen verhindern eine Einflussnahme der „programmierten“ Menschen auf das eigene Verhalten. Durch diese Programme können Kulte das Alltagsverhalten von Menschen gezielt beeinflussen: essen oder hungern, schlafen oder wachen, Gehorsam, Vermeiden von Hilfe, Verschwiegenheit. Menschen können dadurch auch in brutalen Ritualen und im Menschenhandel gequält und ausgebeutet und zu eigenen brutalen Handlungen gezwungen werden.




Vortragende:
Claudia Maria Fliß
Diplom-Psychologin
Psychologische Psychotherapeutin
Supervisorin BDP, DVT, DGVT
Spezielle Psychotraumatherapie DeGPT


Datum:
07. – 08. Mai 2015 jeweils 09:00-16:00 Uhr


Seminarkosten:
390,- EURO inkl. USt inkl. Nächtigung


Seminarort:
Seminargasthof „Eckberger Hof“, Fam. Ferlinz
Eckberg 22
8462 Gamlitz


Info und Anmeldung:
öTPZ – Traumapädagogikzentrum
Mail: office@traumapaedagogik.at
Fax: +43 (0)3142/21063
Anmeldeschluss: 31. März 2015
 
 
 
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